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Reichtum durch Glücksspiel – was die Deutschen mit einem Casino Gewinn tun würden

Ob beim Lotto, bei Roulette, Poker und Blackjack oder im Hinblick auf einen Casino Jackpot, der am Automaten ausgeschüttet wird – die Deutschen haben ihre klaren Vorstellungen, was sie mit „dem großen Topf“ anfangen würden. Viele Luxusgüter sind auf der Liste, aber auch das größte Gut überhaupt – die Freizeit – würden sich viele mit ihrem Gewinn erkaufen. Zudem gibt es noch ein paar ausgefallenere Wünsche. Einblicke gibt unter anderem eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Westdeutschen Lotterie. Und auch eine Studie aus dem letzten Jahr zeigt viele Wünsche von potentiellen Gewinnern auf.

Mehr als 50 Prozent: Von Gewinnen Personal einstellen

Es ist historisch gesehen noch nicht allzu lange her, da hatten besser betuchte Mitbürger, aber auch jene aus dem höheren Mittelstand mindestens einen Bediensteten. Es gab Personal für die Säuberung des Hauses, für die Küche, die Kinder, Botengänge und mehr. Heutzutage ist fast alles computergesteuert oder wird von den Personen tatsächlich selbst erledigt. Mehr als die Hälfte der von der Forsa Befragten gaben allerdings auch im Jahr 2016 an, dass sie mit einem Gewinn von mindestens 40 Millionen Euro Personal finanzieren würden, das ihnen zu mehr Freizeit verhilft. Das Überraschende bzw. Erschreckende: 10 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 gab an, dass sie sich einen Social Media Assistenten leisten würden, der das Facebook-Profil und weitere Accounts managt.

Andere Bundesländer, andere Wünsche

Regional gesehen gibt es in Deutschland allerdings zahlenmäßige Unterschiede, was den Wunsch nach Personal angeht. Die Norddeutschen sind mit 62 Prozent vorn. Das heißt, dass fast zwei Drittel der Norddeutschen andere Leute für sich kochen, putzen und einkaufen lassen würden. Im Osten der Republik sind es mit 53 Prozent nur knapp mehr als die Hälfte. Insgesamt würden in Deutschland aber kaum ein Fünftel, nämlich nur 24 Prozent komplett auf Personal verzichten.

Axel Weber, Sprecher der Westdeutschen Lotterie, sagte dazu: „Villen, Autos, feine Kleidung und luxuriöse Reisen sind nach wie vor die Hauptwünsche von Lotteriegewinnern. Allerdings zeigten unsere bereits vorangegangenen Umfrageergebnisse, dass immer mehr Menschen insbesondere in den Großstädten Zeit zu haben mit Luxus assoziieren. Der Gewinn in einer Millionenlotterie ermöglicht eben auch, sich Zeit zu kaufen, in dem man lästige Aufgaben durch Dienstleister erledigen lässt.“ – Aber nicht nur lästige Aufgaben würden übergeben; sicher würden auch viele Neumillionäre auf einen Schlag ihren Job kündigen und so sehr viel Zeit gewinnen.

YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2015

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im vergangenen Jahr per Online-Umfrage 1.020 Menschen ab 18 Jahren zu ihrer Auffassung von „Reichtum“ befragt. Die Umfrage fand im Auftrag der SKL-Lotterie statt und brachte ebenfalls sehr eindeutige Ergebnisse.

So gaben 78 Prozent der Befragten an, dass sie unter Reichtum eine finanzielle Unabhängigkeit verstehen. Ganz klar wird hier also das Wort von mehr als drei Vierteln der Befragten mit Geld assoziiert. Allerdings waren mehrere Angaben möglich, sodass insgesamt 66 Prozent, also zwei Drittel, angaben, dass auch die innere Zufriedenheit zum Reichtum gehöre. Mit 57 Prozent denken mehr als die Hälfte der Befragten schon ein bisschen weiter und sagen, dass Reichtum für sie auch Sorgenfreiheit im Alter bedeutet.

Hinzu kommen Antworten, welche von jeweils unter 20 oder gar unter 10 Prozent der Befragten angegeben wurden. Etwas sonst nie zu Erreichendes erreichen, das würden 18 Prozent mit Reichtum gleichsetzen; keine Wünsche mehr offen zu haben bekam 13 Prozent. 9 Prozent assoziierten Reichtum mit einer Weltreise und ebenfalls 9 Prozent mit der Möglichkeit, sofort den Job niederlegen zu können.

Ein Ziel fehlt in allen Umfragen

Ob von den Befragten nicht bedacht oder von den Fragenden nicht als Antwortmöglichkeit gegeben: karikative Zwecke fehlen in den einzelnen Umfragen völlig. Der Reichtum sowie auch der Millionengewinn scheinen nur auf den Gewinner selbst projiziert zu werden. Doch wäre statt eines Facebook-Assistenten nicht eine Spende an eine Hilfsorganisation viel sinnreicher?