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Wieder neue Richtlinien und Regeln für Anbieter von Glücksspiel

Neben reinen Online Casinos gibt es im Internet auch Seiten von Wettanbietern, die einen Casino Spiele Bereich anbieten. Sportwetten sind allerdings ein noch immer stark umstrittener Bereich des Glücksspiels – nicht nur im Internet, sondern auch in der Offline-Welt. Die Politik beschäftigt sich schon seit 2012 intensiv mit dem Thema. Damals wurde der Glücksspielstaatsvertrag auf den Weg gebracht, der nicht wirklich zu Konzessionen, sondern nur zu Zurückweisungen, Mängelrügen seitens der EU und zur Auflockerung der ganzen Marktregulierung geführt hat. Nun schreiben wir 2016 und ein neuer Anlauf wird genommen. Der Fokus liegt auf Buchmachern und deren Angebot.

Sportwetten sind zum Großteil ein rechtlicher Graubereich

Wie unter anderem die Süddeutsche berichtet, sind sich die Länder (ja, Glücksspiel ist leider Ländersache) alles andere als einig, was die Zulassungen und kommend wohl bis zu 40 Konzessionen angeht. Hessen will sich, wie auch schon in den letzten Jahren, großflächig verschließen. Schleswig-Holstein wird sicher wieder einen Sonderweg fahren – das hatte vor Jahren mit der Genehmigung von 23 Online Casinos schon ganz gut geklappt. Und die anderen 14 Bundesländer? Nun, es herrscht eine gemischte Stimmung. Der Grundtenor scheint aber von der Liberalisierung des Marktes zu künden. Private Wettanbieter könnten also in Zukunft wieder einmal bessere Chancen versprochen bekommen. Auch der Druck seitens der EU könnte dabei ganz hilfreich sein.

Warum im laufenden Streitfall die Konzessionsanzahl erhöht wird

Bisher war immer die Rede davon, bis zu 20 private Wettanbieter zuzulassen. Das Problem, welches sich mittlerweile angestaut hat, liegt darin begründet, dass sich insgesamt 35 Anbieter beworben haben. Daher kommt also die Überlegung, die Anzahl der möglichen Konzessionen auf 40 zu verdoppeln. Damit könnten die bisherigen Bewerber und ein Puffer von 5 weiteren vorerst zugelassen, reguliert und mit Steuerabgaben belegt werden. Auf letztere richten sich die Buchmacher sowieso ein, sodass sich das Vorgehen zu einer Win-Win-Situation entwickeln würde. Und wäre Glücksspiel Bundessache, dann wäre das Thema schon längst vom Tisch.

Die EU lässt in allen Staaten die Dienstleistungsfreiheit gelten

Die Dienstleistungsfreiheit der Europäischen Union ist ein weiterer Faktor, der die Entwicklung hin zu einem freien Glücksspielmarkt antreibt. Denn so wie es sich auch bei Online Casinos um Dienstleister handelt, so sind Buchmacher dies ebenso. Wenn sich also ein Wettanbieter in Malta oder Gibraltar lizensieren lässt, dann ist das entsprechende Angebot auf Deutsch und im hiesigen Internet legal. Und da gelten seit längerem auch keine Einsprüche Deutschlands mehr, welches sich auf den Spielerschutz beruft. Da das Lotto-Monopol wenig schützend beworben wurde und somit in der Vergangenheit aufrecht erhalten werden konnte, stellte sich die EU noch weiter auf die Seite der Glücksspiel-Provider.

Fazit zu diesem Thema: Sportwetten werden wohl bald vollends legal

Wettende und Zocker in (Online) Casinos müssen sich nicht vor Anzeigen oder Strafen fürchten. Wenn ein Anbieter illegal agiert, dann wird meist nur er angeklagt – das Schlimmste, was einem Nutzer passieren kann, das ist der Verlust der Einsätze und / oder auch Gewinne. Dennoch dürfte sich der Markt auch bald auf Anbieterseite beruhigen, da durch die EU-Bemühungen die Länder und der Bund förmlich gezwungen sind, die einzelnen Anbieter zumindest zu dulden. Wenn die Steuermöglichkeiten aber klar werden, dann wird die volle Legalisierung nicht lange dauern.