Drei Personen sitzen an einem Roulettetisch und tätigen Einsätze.

UKGC erhöht in Kürze Spielerschutz

Die britische Glücksspielaufsicht ist dafür bekannt, sehr streng bei Verstößen vorzugehen. Generell bestehen in Großbritannien hohe Spielerschutzmaßnahmen, die in Zukunft noch einmal erhöht werden. Um das zu erreichen, hat die UKGC neue Regeln erlassen, die ab September für alle Glücksspielanbieter gelten. Wer dagegen verstößt, soll in Zukunft härter bestraft werden.

Die britische Aufsichtsbehörde hat eine Umfrage durchgeführt, die sich sowohl an Anbieter als auch an die Spieler wandte. Auf diese Umfrage reagierten zahlreiche Unternehmen und Spieler: Es kamen 13.000 Antworten zurück. Diese wurden sorgfältig analysiert, woraus die aktuellen neuen Regeln entstanden. Die Regeln sollen ab September gültig werden. Zuvor jedoch erhalten die Anbieter detaillierte Anleitungen.

Die Anleitungen werden bereits im Juni herausgegeben, damit den Anbietern von Glücksspielen genug Zeit bleibt, um darauf zu reagieren. Die UKGC hat versprochen, dass alle Glücksspielanbieter Fragen stellen und sich bei Unklarheiten an die britische Glücksspielaufsicht wenden dürfen. So möchte die UKGC sicherstellen, dass die neuen Regeln von allen eingehalten werden.

Sollte das jedoch nicht der Fall sein, so geht die Aufsichtsbehörde strenger gegen die Anbieter vor. Bislang hat die UKGC sehr hohe Strafen ausgesprochen. Diese können sich in Zukunft erhöhen – das hat zumindest der Chief Executive der UKGC in seiner Pressemeldung bekannt gegeben. In dieser gibt Andrew Rhodes auch wieder, aus welchen Gründen die neuen Regeln erlassen wurden.

Anbieter haben zu langsam auf Problemspieler reagiert

Die UKGC hat aufgrund ihrer Analyse herausgefunden, dass die Glücksspielanbieter zu langsam auf problematisches Spielverhalten reagiert haben. Teilweise wurde früh genug festgestellt, dass ein unsicheres Spielen vorliegt. Trotzdem haben die entsprechenden Anbieter entweder gar nicht oder erst viel zu spät reagiert und verspätet den Kontakt zu den betroffenen Spielern gesucht.

Aus diesem Grund wurden die neuen Regeln erlassen, die dazu führen sollen, dass die Anbieter in Zukunft früher reagieren. So hofft die UKGC darauf, dass sich die Entwicklung einer Spielsucht verhindern lässt. Sollte sie bereits vorhanden sein, soll sie mit der Hilfe der Anbieter früh genug behoben werden. Hierzu sollen die Anbieter auch sicherstellen, dass ihre Partner ebenfalls die neuen Regeln einhalten.

Boni sollen nicht mehr angeboten werden

Die britische Glücksspielaufsicht hält sich im Moment noch sehr bedeckt. Der Pressemitteilung können nur ein paar Informationen entnommen werden. So soll es zum Beispiel in Zukunft nicht mehr möglich sein, dass sogenannten Risikokunden ein Bonus angeboten wird. Ebenfalls soll sich die Kommunikation mit den Spielern verstärken, um Probleme von Beginn an zu bekämpfen.

Zusätzlich sollen die Anbieter von Online Casinos mehrere Programme installieren, um eine Spielsucht schneller zu erkennen. Wurde sie erkannt, müssen die Anbieter der UKGC beweisen, welche Aktionen sie unternommen haben. Wenn alle Maßnahmen sinnvoll ineinandergreifen, könnte sich laut britischer Glücksspielaufsichtsbehörde die Spielersicherheit erhöhen. Hierbei sollen in Zukunft auch höhere Strafen helfen.