
Strengere Glücksspielregeln in Italien
Italien möchte weiter gegen illegales Glücksspiel vorgehen und zugleich die Sicherheit beim legalen Glücksspielangebot erhöhen. Aus diesem Grund wurden einige neue Ideen entworfen, die teilweise Ähnlichkeit mit dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag haben. Zudem soll ein zentrales Sperr-Register eingeführt werden. Alle Regeln sollen auf nationaler Ebene entstehen.
Italien hat drei Bausteine in den Fokus genommen, die zu den gewünschten Änderungen des Glücksspielgesetzes führen: Die Spielersicherheit soll grundsätzlich erhöht werden, das illegale Glücksspiel soll bekämpft werden und die Steuereinnahmen durch das Glücksspiel sollen sich nicht verringern. Alle Wünsche gleichzeitig zu erfüllen, ist nicht einfach. Trotzdem wurden einige Ideen entwickelt.
So sollen mehrere Limits erlassen werden. Zum einem soll es ein Einsatzlimit geben. Über die Höhe des monatlichen Limits wurde jedoch nichts verraten. Bisher lief es in Italien so, dass die Spieler freiwillig ein Limit setzen konnten. Dieses würde den neuen Ideen zufolge durch ein gesetzliches Limit abgelöst werden, das zudem ein Verlust- und ein Zeitlimit enthalten soll. All diese Limits sollen eine Spielsucht verhindern.
Neu ist ebenfalls, dass die neuen Regeln auf nationaler Ebene eingeführt werden. Bis jetzt läuft es so, dass die Kommunen eigene Regeln erstellen dürfen. Die neuen Glücksspielregeln sollen jedoch die kommunale Situation beachten und auch darauf eingehen. Gleichzeitig wurde veröffentlicht, dass die Kommunen an der Planungs- und Genehmigungsphase beteiligt werden sollen.
Strafrecht wird ebenfalls geändert
Die oben aufgeführten Ideen sollen den Spielerschutz erhöhen, können aber kein illegales Glücksspiel bekämpfen. Um das zu erreichen, soll das Strafgesetz geändert werden. Es soll ein Paragraph hinzukommen, der Steuerhinterziehung der illegalen Glücksspielanbieter unter Strafe stellt. Um welche Strafe es sich handelt, wurde nicht verraten. Hier müssen sich die Glücksspielanbieter überraschen lassen.
Bis es überhaupt zu einer Strafe und zu den geänderten Regeln kommt, wird noch eine lange Zeit vergehen. Die Vorschläge über neue Regeln müssen in der Regierung diverse Stufen durchlaufen. Das könnte ein paar Monate dauern. Bis es so weit ist, werden mit Sicherheit weitere Details öffentlich bekanntgegeben. Über eine Neuerung wurde jedoch bereits berichtet: ein zentrales Sperr-Register.
Sperrdatei wie in Deutschland
Beim zentralen Sperr-Register lehnt sich Italien an den Deutschen Glücksspielstaatsvertrag an. Alle Spieler sollen die Möglichkeit haben, sich bei diesem Sperr-Register anzumelden. Bevor ein Spieler in Zukunft zum Glücksspiel greift, muss die Datei überprüft werden. Nur wer dort nicht gemeldet ist, hat das Recht zum Spielen. Hierdurch soll der Spielerschutz erhöht werden.
Alle neuen Regeln sind nicht nur für Casinos vor Ort gedacht. Vielmehr sollen die Regeln auch für Online Glücksspiele gelten. Das bedeutet, dass alle Glücksspielanbieter an das zentrale Register angebunden werden müssen. So läuft es auch in Deutschland ab. Nur dann kann jeder Spieler überprüft werden, bevor er seinen ersten Einsatz tätigt.