
Spielerschutz durch Spielpausen
Nicht nur die Regierungen, sondern auch Online-Casinos und Glücksspielverbände unternehmen alles Mögliche, um die Spielersicherheit zu erhöhen oder auf einem hohen Standard zu halten. Aus diesem Grund gab es in Großbritannien eine neue Studie, die den Sinn einer Spielpause untersuchen sollte. Das Ergebnis ist eindeutig und könnte künftig die Spielersicherheit erhöhen.
Die Studie wurde im letzten Jahr vorgenommen und sollte die Wirkung einer Spielpause auf die Spieler untersuchen. Aus diesem Grund wurden mehr als 2.000 Spieler über einen langen Zeitraum hinweg untersucht. Alle dieser Spieler erhielten im Laufe dieser Zeit eine Spielpause. Die Studie hat untersucht, wie das Verhalten des Spielers vor der Pause war und wie es sich nach der Pause gestaltete.
Um die Wirkung der Spielpause besser abschätzen zu können, wurde zugleich eine Kontrollgruppe untersucht. Diese erhielt keine Spielpause. Beide Ergebnisse wurden am Ende der Studie miteinander verglichen. So kann besser erkannt werden, ob eine Spielpause überhaupt geeignet ist, um die Sicherheit der Spieler zu erhöhen. Bei der Studie wurden mehrere Faktoren einbezogen. Zu diesen zählte die Höhe des Einsatzes als auch die Anzahl der Einsätze. Ebenso wurde untersucht, ob sich die Loyalität der Spieler änderte.
Die Studie kam hierbei zu einem eindeutigen Ergebnis: Direkt nach der Spielpause hat sich das Verhalten der Spieler geändert. Allerdings hielt das geänderte Verhalten nur diesen einen Tag an. Am nächsten Tag haben sich alle Spieler wie immer verhalten. Interessanterweise gab es einen erkennbaren Unterschied zwischen den Spielern, die vor der Pause verloren haben und denen, die gewonnen hatten.
Spieler mit Verlust haben weniger gesetzt
Die Spieler, die direkt vor der Spielpause verloren hatten, haben nach der Pause weniger eingesetzt. Diejenigen, die zuvor gewonnen hatten, haben sogar mehr gesetzt. Das positive Erlebnis hat nicht dazu geführt, dass weniger eingezahlt oder weniger gespielt wird. Lediglich diejenigen mit einem Verlust haben die Pause dazu genutzt, anschließend weniger einzuzahlen. Auf die Spiellänge hat sich die Pause jedoch nicht ausgewirkt.
Bei der Kontrollgruppe ergaben sich ebenfalls keine Änderungen. Diese verhielten sich jeden Tag gleich, weshalb sie als Kontrollgruppe definitiv dienlich sind. Ebenso hat die Studie hervorgebracht, dass sich die Spieler bei einer aufgezwungenen Spielpause nicht vom Anbieter abgewendet haben. Somit müssten Glücksspielanbieter keine Befürchtung hegen, dass per Gesetz festgelegte Spielpausen zu einem Kundenverlust führen.
Könnte eine Spielpause generell kommen?
Der Studie zufolge haben 68 Prozent der Spieler nach einer Spielpause am gleichen Tag keinen Einsatz mehr getätigt. Das wurde in der öffentlichen Bekanntmachung präsentiert. Somit könnte es durchaus möglich sein, dass sich einige Länder für eine Spielpause per Gesetz entscheiden. Frühere Studien kamen nicht zu diesem eindeutigen Ergebnis, das jetzt von SkillOnNet ermittelt wurde. Im Übrigen bezog sich die Studie bewusst nur auf Online-Casinos, da anderen Untersuchungen zufolge Online-Spieler stärker von einer Spielsucht betroffen sind.