Die Scheckübergabe von Klaus Wowereit an MANEO.

Spielbank Berlin spendet im Kampf gegen Homophobie

Die Spielbank Berlin hat 5.000 € im Kampf gegen Homophobie an die homosexuelle Anti-Gewalt-Initiative MANEO gespendet. Initiiert wurde die Aktion von dem prominenten Beiratsmitglied und ehemaligen Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit. Der 65-jährige frühere SPD-Politiker outete sich 2001 auf einem Sonderparteitag selbst als homosexuell.

„Leider ist Gewalt gegen Schwule, Bisexuelle, Lesben und Transgender immer noch ein alltägliches Problem“, so die deutlichen Worte des Ex-Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, im Rahmen der Scheckübergabe an den gemeinnützigen Verein MANEO, der sich bereits seit über 20 Jahren gegen die Diskriminierung von Homosexuellen einsetzt. In der Tat registrierte die Berliner Polizei allein 2018 immer noch 164 Gewaltdelikte gegen homo- und transsexuelle Menschen. Mit der 5.000 € schweren Spende soll folglich sichergestellt werden, dass der homophoben Gewalt auch in Zukunft der Kampf angesagt wird, Wowereit ergänzte:

“Daher ist es umso wichtiger, Einrichtungen wie MANEO zu unterstützen, ihre wichtige Arbeit auch weiterhin zu fördern und damit ein Zeichen gegen homophobe Gewalt zu setzen. Die Arbeit von MANEO ist wichtig und vorbildhaft.”

Als Beiratsmitglied der traditionsreichen Spielbank Berlin wird der Bürgermeister a. D. von einer Reiher weiterer Mitstreiter unterstützt, unter anderem von Bastian Finke, Leiter der 1990 gegründeten Anti-Gewalt-Initiative MANEO, die für ihre Präventionsarbeit bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Danksagung erklärte Finke:

“Es ist uns ein großes Anliegen, Menschen nach einer Gewalttat oder Diskriminierung zu helfen, zu unterstützen und in ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu stärken. Wir danken Herrn Wowereit und der Spielbank Berlin für ihre Unterstützung bei unserer wichtigen Arbeit und werden uns weiterhin mit aller Kraft gegen Gewalt gegen schwule und bisexuelle Menschen einsetzen.”

Die Hauptschwerpunkte der gemeinnützigen Arbeit von MANEO erstrecken sich im Übrigen vor allem auf Opferhilfe, Traumata-Bewältigung und Gewaltprävention. Zudem werden regelmäßig Umfragen in Bezug auf Straftaten gegen homosexuelle Menschen durchgeführt. Darüber hinaus hat MANEO mehrere Initiativen ins Leben gerufen, zum Beispiel das Lesbisch-Schwule-Stadtfest Berlin zwischen 1993 und 1998. Durch die Produktion zweier Kinospots zum Thema Homophobie wurde MANEO außerdem auch international bekannt.

Arbeit von MANEO „wegweisend“

Angesichts dieser Historie spricht Spielbank-Chef Marcel Langner vor allem im Punkt Toleranz von einer „wegweisenden Arbeit“. Durch das Engagement der Spielbank soll die Arbeit von MANEO in diesem Sinne auch zukünftig finanziell gefördert werden. Langer diesbezüglich im Zitat:

“Homophobe Gewalt ist nicht hinnehmbar. Einrichtungen wie MANEO setzen sich mit ihrer Arbeit gegen dieses Problem ein und leisten damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die schwule Community, sondern für unser aller Miteinander. Ich freue mich, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Wowereit auf MANEO gefallen ist und hoffe, dass die Einrichtung auch in Zukunft ihre wegweisende Arbeit fortsetzen kann.”

Die Spielbank Berlin ist darüber hinaus für ihr gemeinnütziges Engagement bekannt, immer wieder unterstützt das Unternehmen kulturelle Initiativen. Zuletzt wurde in diesem Zusammenhang eine Kampagne zur Rettung mehrerer Sportvereine (u. a. TSV Spandau und TSV Wittenau) bekannt – die Spielbank spendete satte 25.000 €. Zur Förderung der Projekte steht eigens ein Fördertopf für die Beiräte des Unternehmens bereit, womit die Spielbank seinen Mitgliedern den Weg ebnet, unterschiedlichste soziale Projekte zu fördern.