
Illegale Spiele in Niederlande geringer
Die niederländische Glücksspielaufsicht hat ihren aktuellen Bericht vorgestellt, der deutlich einen Rückgang illegaler Spiele zeigt. Die KSA führt in ihrem Bericht an, auf welche Gründe sie das zurückführt. So ziehen sich aufgrund der strengen Regeln viele Glücksspielanbieter selbst zurück und die Spieler reagieren seit der Legalisierung der Online-Glücksspiele ebenfalls anders.
Der Bericht der KSA zeigt deutlich, dass es drei Säulen gibt, die für den Rückgang des illegalen Glücksspiels in den Niederlanden zuständig sind. So wurde festgestellt, dass die Spieler seit dem neuen Gesetz vor einem halben Jahr weniger nach illegalen Glücksspielen suchen. Stattdessen suchen die Spieler gezielt nach legalen Angeboten. Allerdings hat die KSA erst 18 Lizenzen ausgestellt, obwohl sich mehr als 30 Glücksspielkonzerne beworben haben.
Zusätzlich hat die KSA festgestellt, dass sich mehr Spieler bei der Sperrdatei CRUKS angemeldet haben. Ende letzten Jahres waren es knapp über 6.000 Personen, die sich in der Datei befanden. Nun ist die Zahl auf über 10.000 angestiegen. Auch darin sieht die KSA einen gewissen Erfolg: Die Spieler hätten die Gefahr der Glücksspiele erkannt und sichern sich deshalb selbst ab.
Diese Sperrdatei müssen alle Online-Casinos und alle Casinos vor Ort überprüfen, bevor ein Spieler an einem Spiel teilnehmen kann. Befindet sich eine bestimmte Person in der Sperrdatei, so darf dem Spieler das Spielen nicht erlaubt werden. Die einzigen, die solch eine Datei nicht beachten, sind illegale Glücksspielanbieter. Aber diese haben sich laut Angaben der KSA enorm verringert.
Werbeeinschränkung weiterer Teil des Erfolgs
Die KSA führt den Rückgang der illegalen Glücksspiele auch auf die geltende Werbeeinschränkung zurück. Immerhin dürfen in den Niederlanden nur legale Glücksspielkonzerne Werbung ausstrahlen. So können die Spieler auch daran erkennen, welches Online-Casino seriös ist. Damit keine Kinder oder Jugendliche mit den Glücksspielen in Kontakt geraten, darf die Glücksspielwerbung nur noch nachts im TV ausgestrahlt werden.
Die Glücksspielwerbung soll in Zukunft sogar nochmal eingeschränkt werden. Damit soll sich die Spielersicherheit weiter erhöhen. Eine Idee liegt darin, dass die Werbung für sehr riskante Glücksspiele weiter reduziert wird. Ein generelles Verbot von Werbung wird es jedoch nicht geben, damit die Spieler weiterhin legale von illegalen Angeboten unterscheiden können.
Strenges Vorgehen der KSA zeigte ebenfalls Wirkung
Der KSA zufolge gibt es einen weiteren guten Grund, weshalb das illegale Glücksspiel immer weiter zurückgedrängt wird. So fürchten sich viele Konzerne vor den hohen Strafen, die von der KSA ausgesprochen werden. Im letzten Jahr waren es über zwei Millionen Euro, die insgesamt an verschiedene Konzerne als Strafe ausgesprochen wurden. Hierunter befanden sich auch seriöse Anbieter, die beispielsweise gegen die geltenden Werbevorschriften verstoßen haben. Illegale Glücksspielkonzerne können mit weitaus höheren Strafen rechnen, weshalb sie ihr Angebot aus den Niederlanden freiwillig zurückziehen.