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Illegale Glücksspiele auf dem Vormarsch

Österreich hat schon vor Jahren dem illegalen Glücksspiel den Kampf angesagt. Deshalb gibt es regelmäßig Razzien, aufgrund derer immer wieder Spielhöhlen vor Ort ausgehoben werden. So auch im neuen Jahr. Aber auch Deutschland war bereits erfolgreich und konnte illegale Spielrunden entdecken. In Deutschland geschah dies teils durch einen Zufall, teils über Hinweise.

In Österreich wurde ein illegales Spiel in einem Cafe entdeckt. In dieser als Cafe getarnten Location befanden sich Computer, die ebenfalls als unschuldige Geräte getarnt waren. Laut Betreiberin des Cafes standen die PCs zur Verfügung, um damit ins Internet zu gehen. Allerdings stellte sich heraus, dass die Computer bereit standen, damit die Besucher an illegalen Glücksspielen teilnehmen konnten.

Ähnlich verhielt es sich in einer Wohnung. In dieser befanden sich fünf Glücksspielgeräte und ein Wechselgerät. Zugleich konnte die Polizei mehr als 7.000 Euro sicherstellen. Solche Erfolge sind für die österreichische Polizei keinesfalls ungewöhnlich. Allerdings wurden beide Razzien im neuen Jahr 2022 durchgeführt. Das ist ein guter Start in das neue Jahr, worüber sich der österreichische Finanzminister Brunner sehr freut.

In Brunners öffentlichen Stellungnahme lobt der Finanzminister die Arbeit der Polizei. Seiner Meinung nach wären illegale Glücksspiele in der Lage, komplette Existenzen zu zerstören. Deshalb sei für ihn jedes beschlagnahmte Gerät ein wichtiger Baustein im Kampf gegen das illegale Glücksspiel. Schließlich würden die nicht erlaubten Spielrunden außerhalb jeglichen Spielerschutzes stattfinden – so weiter die Meinung vom Finanzminister Brunner.

Deutschland findet zufällig illegale Spielrunden

In Deutschland konnten in Ludwigsburg zwei Lokale ausfindig gemacht werden, in denen illegales Glücksspiel stattfand. Einmal handelte es sich um eine Gruppe von drei Personen, die gemeinsam spielten. Hierbei konnte die Polizei ungefähr 7.500 Euro sicherstellen. Welches Glücksspiel von der Gruppe gespielt wurde, hat die Polizei nicht bekannt gegeben.

Andere Gaststätten wurden ebenfalls überprüft. Dort wurden jedoch andere Verstöße festgestellt, zum Beispiel abgelaufene Feuerlöscher oder fehlende Hinweise zum Jugendschutz. Zugleich wurde die aktuelle Sperrzeit nicht beachtet. Illegale Spiele konnten bei der zweiten Gaststätte nicht ermittelt werden. Trotzdem sieht auch die deutsche Polizei die gefundenen Verstöße als Erfolg an.

Online Glücksspiele werden ebenfalls illegal angeboten

Abgesehen von den Spielen vor Ort kämpft Österreich weiterhin gegen illegale Glücksspiele, die online angeboten werden. Aufgrund des weiter vorherrschenden Glücksspielmonopols kämpft Österreich gegen ausländische Glücksspielanbieter, die ihr Sortiment zu Unrecht anbieten. Das führte bereits dazu, dass sich einige Glücksspielkonzerne aus Österreich zurückzogen. Auf der anderen Seite gab es eine neue Meldung, dass Österreich 170 Millionen Euro jährlich über die verbotenen Glücksspiele einnimmt.

Das wird von der österreichischen Vereinigung für Wetten und Glücksspiel als Grund erwähnt, die Abschaffung des Glücksspielmonopols zu fordern. Ferner wird seit Jahren argumentiert, dass die Monopolstellung in Österreich gegen geltendes EU-Recht verstößt. Das hätten auch die neuesten Studien zu Tage gefördert, die aufgrund der aktuellen Situation in Auftrag gegeben wurden.