
Brasilien für Glücksspielgesetz
Die Legalisierung des Glücksspiels läuft in Brasilien bereits seit mehreren Jahrzehnten. Jetzt konnte ein entscheidender Schritt getätigt werden: Das Repräsentantenhaus hat einem eigenen Gesetz zugestimmt. Somit fehlt nur noch die Zustimmung des Senats und des Präsidenten. Kommt es zu einer Legalisierung des Glücksspiels, steht bereits jetzt fest, welche Bedingungen es geben wird.
Über eine Pressemeldung wurde veröffentlicht, welche Bestimmungen es für ortsansässige Casinos geben wird. So müssen die Casinos in ein Freizeitresort integriert werden. Dieses Resort muss mindestens 100 Zimmer besitzen und die Spielfläche darf maximal 20 Prozent der gesamten Anlage einnehmen. Im Casino dürfen sowohl Roulette als auch bekannte und beliebte Kartenspiele angeboten werden.
Zudem darf in jedem Staat ein weiteres Stadt-Casino gebaut werden. Dieses muss jedoch mindestens 100 Kilometer von dem Casino-Resort entfernt sein. Zudem gilt, dass größere Staaten wie zum Beispiel Rio de Janeiro und Minas Gerais mehrere Casinos betreiben dürfen. Die Location darf von der jeweiligen Regierung selbst gewählt werden, sofern einige festgesetzte Kriterien beachtet werden.
Abgesehen hiervon dürfen auch Schiffe zu einem Casino umgebaut werden. Diese Schiffe müssen mindestens 50 Zimmer bereithalten und dürfen sich an einem Ort maximal 30 Tage aufhalten. Pro Lizenz dürfen mehrere Schiffe betrieben werden. Die Anzahl der Schiffe ist von der Länge des Flusses abhängig, auf dem die Schiffe fahren werden.
Online Casinos werden ebenfalls erlaubt
Sollte es zu einem eigenen Glücksspielgesetz in Brasilien kommen, so werden auch Online Casinos erlaubt sein. Diese dürfen nicht nur Roulette und Kartenspiele anbieten. Vielmehr ist es den Glücksspielanbietern auch erlaubt, Bingo und Sportwetten anzubieten. Mit diesem umfangreichen Angebot an Glücksspielen soll zugleich das bereits vorhandene illegale Glücksspiel bekämpft werden.
Aus diesem Grund plant Brasilien zwei Behörden. Mit dieser Idee hebt sich das Land von anderen ab, da die meisten Länder nur eine Aufsichtsbehörde besitzen, die alle Tätigkeiten übernehmen. Brasilien bekommt eine Behörde, die für die Lizenzen und die Überprüfung der Glücksspielanbieter zuständig ist. Zudem soll es ein zentrales Register geben, in dem alle Anbieter gelistet werden.
Zweite Behörde für Problemspieler
Die zweite Behörde wird speziell für Problemspieler eingerichtet. Diese soll somit für den Schutz der Personen sorgen, die ein problematisches Spielen vorweisen. Inwiefern diese Spieler geschützt werden, wurde nicht veröffentlicht. Es gibt lediglich die Information, dass die Bonität der Spieler überprüft werden soll. Dank dieser wird verhindert, dass sich Spieler überschulden.
Über eine Information werden sich die Glücksspielanbieter freuen. Die Lizenz wird auf 25 Jahre festgesetzt und kann noch einmal um den gleichen Zeitraum verlängert werden. Allerdings müssen alle Bewerber über eine bestimmte Summe Eigenkapital verfügen und sie müssen zusätzlich eine Garantie abgeben. Letztere kann entweder in Bar oder über ein Bankkonto zur Verfügung gestellt werden. Akzeptiert wird zudem eine Versicherung, die im Notfall greift.